Dramatische Stunden am 4013 Meter hohen Dent du Géant (Riesenzahn) im Mont-Blanc-Massiv: Zwei polnische Bergsteiger gerieten am 30. September in der Wand in Not und alarmierten gegen Mitternacht die Rettungskräfte. Einer der beiden hing bewegungsunfähig rund 40 Meter unterhalb des Gipfels im Seil. Sein Begleiter blieb unverletzt, saß jedoch in der Wand fest.
Wegen dichter Bewölkung und schlechter Sicht war ein Hubschraubereinsatz zunächst nicht möglich. Die Bergrettung des Aostatals koordinierte deshalb gemeinsam mit der italienischen Finanzpolizei (Guardia di Finanza) eine Rettung über den Berg. Die Einsatzkräfte wurden bereits am frühen Morgen mit der Skyway-Seilbahn zum Mont-Blanc-Gebiet gebracht und stiegen anschließend zum Gipfel des Dent du Géant auf. Von dort wollten sie zu den beiden Bergsteigern absteigen und sie über den Gipfel aus der Wand bringen.
Im Laufe des Vormittags besserte sich das Wetter kurzfristig. Ein Hubschrauber der französischen PGHM konnte daraufhin einen der beiden Bergsteiger erreichen und ihn nach Chamonix fliegen, wo eine medizinische Untersuchung vorgesehen war. Der zweite Bergsteiger konnte wegen der weiterhin eingeschränkten Sicht nicht aus der Luft geborgen werden. Für ihn wurde die Rettung über den Landweg fortgesetzt.
Die italienischen und französischen Rettungshubschrauber blieben während des gesamten Einsatzes in Bereitschaft, um bei einer weiteren Wetterbesserung eingreifen zu können.

Dent du Géant (Riesenzahn) (c) Andreas Jentzsch


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