Vorstand des Bergführerverbandes Hati Finsterer am Weg zum Dachstein Vorstand des Bergführerverbandes Hati Finsterer am Weg zum Dachstein
21 Januar 2026

Die oberösterreichischen Bergführer haben sich neu aufgestellt

Mit Kompetenz, Erlebnis, Sicherheit, Nachhaltigkeit im BERGSPORT.OBERÖSTERREICH und neuen Gesichtern

Bewährte Kompetenz – zukunftsfit für rasche Veränderungen

Mit dem neuen Vorstand richtet der Verband seinen Fokus klar auf die kommenden Herausforderungen im Bergsport: rasch wechselnde Bedingungen, Klimaeinflüsse und verändertes Gelände verlangen laufende Anpassung in Ausbildung, Führungskompetenz und Sicherheitsmanagement.

„Unsere Mitglieder stehen für lokale Gebietskenntnis, Nachhaltigkeit, Sicherheit, Kompetenz und Freude am Bergsport. Mit dem neuen Vorstand bauen wir Aus- und Weiterbildung deutlich aus, stärken die Zusammenarbeit mit Tourismusregionen und Partnern am Berg und setzen klare Qualitätsstandards – gerade in Zeiten schneller Veränderungen.“ Hati Finsterer, Obmann

Der Verband baut dabei auf die bewährten Kompetenzen seiner vier Fachbereiche: Berg- und Skiführer:innen, Wander- und Schneeschuhführer:innen, Sportkletterführer:innen sowie Canyoningführer:innen.

Starker Ausbau von Aus- und Weiterbildung

Ein zentraler Schwerpunkt der kommenden Jahre ist der deutliche Ausbau der Fort- und Weiterbildungsprogramme. Die fachliche Fortbildung der Mitglieder sowie die Entwicklung von Lehrplänen und Curricula zählen zu den Kernaufgaben des Verbandes.

„Die Aus- und Fortbildungsprogramme werden wir konsequent in Richtung einer professionellen Ausbildung für alle Berufsgruppen am Berg weiterentwickeln. Mit der geplanten Plattform Bergsport.Oberösterreich werden wir die vorhandenen Bergkompetenzen erweitern und festigen. Bergsteigen als Beruf ist eine großartige Herausforderung, die mich selbst vom Mönch im Mühlviertel bis zum Cerro Torre in Patagonien geführt hat.“ Stefan Brunner, Ausbildungsreferent

Kooperationen: Tourismus, alpine Partner, Bergrettung – und Internationalisierung

Der Verband intensiviert die Zusammenarbeit mit Tourismusregionen in Oberösterreich und stärkt die Kooperation mit alpinen Vereinen, der Bergrettung sowie allen relevanten Stakeholdern am Berg. Gleichzeitig wird die internationale Vernetzung ausgebaut – mit besonderem Fokus auf Gäste aus den angrenzenden Staaten sowie auf die Sichtbarkeit der heimischen Bergwelt über Oberösterreich hinaus.

Aus meiner Tätigkeit an den höchsten Bergen der Welt weiß ich, welchen Stellenwert die österreichische Bergführerausbildung und die Arbeit unserer österreichischen Kolleg:innen international haben. Mein Weg vom Traunstein bis zum Everest zeigt, welche enormen Möglichkeiten unsere Ausbildungen eröffnen. Ich möchte besonders die Motivation unserer jungen, nachwachsenden Generation an Bergführer:innen stärken: diese Kompetenzen zu schätzen, weiterzuentwickeln und die heimische Bergwelt auch international noch bekannter zu machen.“ Herbert Wolf, Obmann-Stellvertreter

Bergführer:innen als „First Mover“ – klare Abgrenzung zu unprofessionellen Angeboten

Bergführer:innen waren und sind in vielen Regionen Impulsgeber für neue Routen, sanfte Erschließungen und neue Tourismusprogramme. Der Verband betont dabei die klare Abgrenzung gegenüber unprofessioneller Betreuung und Schnell-Ausbildungen: Qualifikation, laufende Fortbildung und verantwortungsvolle Führung sind Grundpfeiler professioneller Bergsportbegleitung,

Gebietskenntnis als entscheidender Beitrag zur Sicherheit am Berg

Die lokale Gebietskenntnis der oberösterreichischen Bergsportführer:innen ist ein wesentlicher Sicherheitsfaktor: Sie hilft, Touren realistisch einzuschätzen, Risiken frühzeitig zu erkennen und Entscheidungen an Wetter, Verhältnisse und Gelände anzupassen – gerade in Zeiten rascher Veränderungen.

Die starken Änderungen in der jahreszeitlichen Abfolge, vermehrte Fehleinschätzungen und vor allem fehlende Infos zum richtigen Zeitpunkt in einer überladenen digitalen Welt führen zu vielen Unfällen und vermeidbaren Rettungsaktionen – die ich auch aus meiner Tätigkeit für die Bergrettung kenne. Die lokalen Bergführer leisten hier einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in den Regionen.“ Helmut Steinmassl, Ausbildungsleiter-Stellvertreter

Professionalisierung & Service für die nächste Generation

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Professionalisierung für stark nachwachsende Generationen im Bergsport: Der Verband versteht sich als kompetenter Ansprechpartner und Dienstleister für Mitglieder, Interessierte, Tourismus, Behörden und Partner – und als Qualitätsplattform für sichere, nachhaltige und freudvolle Bergsport-Erlebnisse in allen vier Disziplinen.

Nachhaltigkeit & verantwortungsvolle Besucherlenkung

Nachhaltigkeit ist für den Oö. Berg- und Schiführerverband ein zentraler Leitgedanke:

Durch bewusste Tourenplanung und verantwortungsvolle Führung tragen unsere Bergsportführer:innen dazu bei, Tourismusströme zu lenken, sensible Räume zu schützen und die Natur- und Bergwelt langfristig zu erhalten. Dabei stehen Rücksicht und Respekt gegenüber Grundeigentümer:innen, Forst- und Jagd, Naturschutz, alpinen Vereinen, Hüttenbetrieben, Bergrettung und allen weiteren Stakeholdern am Berg im Mittelpunkt. Unser Ziel ist ein intensives Berg- und Naturerlebnis, das nicht auf Kosten der Umwelt geht, sondern Qualität, Achtsamkeit und regionale Wertschöpfung verbindet.

Über den Oö. Berg- und Schiführerverband

Kompetenz, Erlebnis, Sicherheit und Nachhaltigkeit im BERGSPORT.OBERÖSTERREICH

4 Sparten - Berg- & Skiführer:innen • Wander- & Schneeschuhführer:innen • Sportkletterführer:innen • Canyoningführer:innen

Mitglieder - mehr als 320 Bergsportführer:innen in Oberösterreich

Unterwegs in den Bergen - täglich im Einsatz – von Ausbildung bis geführte Touren

Leistungen - professionelle Ausbildungen, Fortbildungen und Führungen in allen Bereichen des BERGSPORTS

Der Verband ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts auf Grundlage des § 67 Abs. 1 Oö. Tourismusgesetz 2018.

Mehr unter: https://bergfuehrerooe.at/


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