Wenn man im Winter oder im Sommer an hohen Bergen unterwegs ist und im Zelt oder Biwak draußen nächtigen muss, schaut man immer etwas genauer auf die Leistung des Schlafsacks – denn es ist in der Regel bitterkalt. Naturgemäß braucht es da eine hochisolierende Daunenfüllung, denn die von vielen Herstellern verwendete Entendaune ist im Extrembereich die optimale Gewichts-/Leistungs-Isolation. Unsere Wahl ist auf den Exped Terra –18 gefallen, da dieser eine Komforttemperatur von –10 °C und eine Limittemperatur von –17 °C hat (bei der Extremtemperatur liegt das Limit beim Exped Terra –18 bei –39 °C).
Exped liefert den Terra –18 mit einem luftigen Aufbewahrungssack und einer Kompressionshülle für den Einsatz am Berg bzw. für die An- und Abreise. Die Kompressionshülle ist auf den ersten Blick etwas speziell – hat sie doch einen Ober- und einen Unterteil. Die beiden Teile ermöglichen es aber, den Terra –18 wirklich sehr klein und handlich zu komprimieren. Durch die beiden Hüllenteile geht das auch einfacher und unserer Meinung nach besser als mit „normalen“ Kompressionshüllen. Der Terra –18 ließ sich, gut komprimiert, immer recht gut in unserem 40+5-Liter-Rucksack verstauen!
Beim Exped Terra –18 kann man zwischen fünf (!) Größen wählen. Wir haben uns wegen der von uns bevorzugten Schulterfreiheit für das MW-Modell mit 170 cm Schulterumfang entschieden. Wir nehmen den Schlafsack immer groß genug, da wir je nach Außentemperatur auch noch verschiedene Gegenstände mit in den Schlafsack nehmen, um diese für den nächsten Tourentag warm zu halten. Beim Terra –18 gibt es aber natürlich auch die obligatorische „Brillentasche“ außen, in der man auch andere Sachen recht gut verstauen kann.
Das Ripstop-Material des Exped Terra –18 fühlt sich angenehm an, und es schläft sich gut in dieser Daunenhülle! Der Reißverschluss hat natürlich eine isolierende Abdeckleiste, und oben gibt es einen Wärmekragen, der die Kälte schon draußen lässt. Ein Novum beim Terra –18 ist das Fußteil, das aus elf Daunenkammern mit spezieller Anordnung besteht, um die Füße – dort tritt das Kältegefühl meist als Erstes ein – schön warm zu halten. Die im Terra –18 verwendete 650+ Entendaune ist RDS-zertifiziert, unser MW-Modell hat ein Füllgewicht von 1.323 Gramm.
Uns gefällt beim Exped Terra -18 vor allem die Kombination aus geringem Gewicht und wirklich guter Isolationsleistung. Der Schlafsack hat keinen unnötigen Schnickschnack, den man nicht braucht und der vermutlich auch das Gewicht in die Höhe treiben würde. In unseren Zeltnächten über der 5000er-Marke hatten wir nie Probleme mit der Isolierung, im Gegenteil, es war uns eher ein Tick zu warm. Das Außenmaterial scheint auch recht resistent gegen die von uns im Zelt deponierte Ausrüstung zu sein, auch Wasser perlte am Anfang recht gut ab (komplett wasserdicht ist die Hülle aber nicht).
Der Exped Terra -18 ist mit einem Preis von 420 Euro auch im unteren Mittelfeld. Schaut man in die Vergleichsliste diverser Onlineshops, kann man auch deutlich mehr für einen ähnlich situierten Schlafsack ausgeben; mit dem Exped Terra -18 erwirbt man aber ein mit Schweizer Know-how entwickeltes Qualitätsprodukt. Wir haben den Schlafsack meist auf einer Exped Ultra 8R Isoliermatte in Verwendung. Auf dieser "Luftmatratze" schläft es sich mit dem Terra -18 fast wie im 7. Himmel. Der Exped spricht aktive Bergsteiger an, die bei recht wenig Gewicht - unser MW-Modell wiegt 1850 Gramm – im Rucksack eine solide Wärmeleistung suchen. Optisch ist der Terra -18 dezent gehalten, die graue Außenfarbe verzeiht auch, wenn mal etwas beim Kochen danebengeht,
Fazit bergsteigen.com: Der Exped Terra -18 ist ein qualitativ hochwertiger, sehr warmer und gut konstruierter Schlafsack, den man gerne im Hochlager oder beim Biwak mit dabei hat!
Exped Terra -18 C 0F
Komfort Temperatur: -10 °C
Limit Temperatur: -17 °C
Extrem Temperatur: -39 °C
Füllung: 650+ Graue Entendaunen
Größe/Gewicht: S: 1600 g; M: 1670 g; MW: 1850 g; L: 1860 g; LW: 2000 g
Preis UVP: 420 Euro
Webinfo: Exped
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Der Exped Terra -18 Schlafsack - ein sehr gut gemachter, leichter und warmer Schlafsack


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