Der Monte Brento mit seinen Riesendächern aus der Ferne (c) Andreas Jentzsch Der Monte Brento mit seinen Riesendächern aus der Ferne (c) Andreas Jentzsch
31 März 2025

Zwei Österreicher am Monte Brento in Bergnot

Die Alpinrettung Trentino versucht am Monte Brento im Sarcatal, zwei österreichische Kletterer zu retten.

Update: Die Alpinrettung Trentino hat gestern in einem elfstündigen Einsatz die Rettung zweier Kärntner Kletterer in der Südostwand des Monte Brento im Trentiner Sarca-Tal bei Arco erfolgreich abgeschlossen.:-)


Einer der beiden Kletterer stürzte heute rund zehn Meter, prallte gegen eine Felswand und zog sich unbestimmte Verletzungen zu, insbesondere an den Beinen. Sein Begleiter alarmierte daraufhin die Trentiner Alpinrettung. Über die von den beiden gewählte Kletterroute am Monte Brento, gibt es bisher keine Informationen. 

Es wurde der Einsatz eines Hubschraubers angefordert, gleichzeitig machen sich Bergretter auf den Weg machten zu den Verunglückten. Der Hubschrauber überflog das Gebiet, lokalisierte die Alpinisten und stellte fest, dass es aufgrund des Windes nicht möglich war, sie zu bergen.

Die verletzten Kletterer konnten sich bereits zwei Seillängen abseilen und erreichten besser geschützten Bereich der Wand.

Die Rettungseinheiten, drei Kletterspezialisten und ein Sanitäter der Station Trento Monte Bondone des Trentiner alpinen und speläologischen Rettungsdienstes, konnten inzwischen fast bis zu den Österreichern vordringen.

Monte Brento

Die über 1000 Meter hohe Südostwand des Monte Brento im Sarcatal gilt als besonders anspruchsvoll und hat inbesodere im oberen, stark überhängenden Wandteil extreme Kletterrouten zu bieten. Rechts darunter liegen die Sonnenplatten mit leichteren Anstiegen. Einige Routen am Monte Brento findet ihr bei uns hier. Eine der schwersten Kletterrouten am Monte Brento wurde 2010 von David Lama und Jorg Verhoeven eröffnet und heißt Brento Centro (1100 m, 28 Seillängen, 8b oder UIAA 10) 

Aufgrund der enormen Steilheit der Wand ist der Monte Brento auch ein Basejump-Eldorado. Der Österreicher Paul Kupsa hat hier sein Brento Base Project gestartet. Es blieb unvollendet, weil Paul 2013 bei einem Wingsuit Sprung in der Schweiz ums Leben kam. 

Die beiden sollen bis zu einem Punkt gebracht werden, von dem aus sie der Hubschrauber aufnehmen kann. Der Rettungseinsatz soll noch einige Stunden dauern.

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