Brunnkarkopf - Südgrat
Toureninfo
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Der Südgrat des Brunnkarkopf ist ein meiner Meinung nach zu Unrecht wenig bis gar nicht begangener Grat rund um das Taschachhaus. Natürlich weist er brüchige Passagen auf, hat aber dafür mitunter auch schöne Kletterstellen und ein grandioses Panorama auf den Taschachferner und die Wildspitze zu bieten. Er ist vom Taschachhaus in rund 2 Std. gletscherfrei erreichbar und kann dadurch als reine Felstour begangen werden (ausgenommen ev. Schneefelder am Abstieg). Es sind keinerlei Sicherungen oder Wegmarkierungen vorhanden, das Absichern ist jedoch meist gut machbar.
Die Zeit- und Schwierigkeitsangaben beziehen sich auf unsere Begehung und können daher abweichen. Richtungsangaben beziehen sich auf die Aufstiegsrichtung.
Es werden nur die markantesten und schwierigsten Stellen beschrieben, ansonsten am Grat bleiben, meist mehrere Varianten möglich.
Am südlichsten Ausläufer des Grates, wo er recht steil wirkt, zieht eine markante kaminartige Felsrampe ein paar Meter auf der Westseite des Grates empor (20m, III).
Noch einige Meter Kletterei, anschließend wird das Gelände leichter und legt sich wieder zurück,
Wenn man sich dem zahnartigen Felsturm nähert, steilt sich das Gelände wieder auf und die Schwierigkeiten nehmen zu. Schöne Kletterpassagen vor dem Turm II-III
Der Turm wird unschwierig links umgangen. Nach dem Felsturm bieten sich offensichtlich zwei Varianten an, links leichter aber offensichtlich brüchig. Rechts sind markante Platten, welche wir gewählt haben. Überraschend schöne, feste und unschwierige Kletterei. Nach den Platten kommt eine leichte, aber brüchige Seillänge. Anschließend wieder besser.
Am Ende kommt das Grande Finale, die Gipfelwand. Der Grat wir schmal und führt in eine Einsattelung vor der Gipfelwand. Hier gute Sicherungsmöglichkeit an zwei Felsnadeln. Offensichtlich drei Varianten. Links führt eine Rampe direkt an den Grat hinaus. Die haben wir zuerst versucht, aber schwierig und brüchig. Gerade hinauf wäre Wandkletterei und ein Riss, aber offensichtlich mit höheren Schwierigkeiten. Rechts führt eine Verschneidung hinauf, welche sich gut auflöst. Nach 20m Stand unter einem großen Felsblock (III). Wir sind dann die Verschneidung weiter hinauf. Das Gelände wird leichter und legt sich dann sogleich endgültig zurück und man steht auf dem südlichen Vorgipfel. Unschwierig in wenigen Minuten zum Hauptgipfel gehen.
Gratlänge: etwa 500m / 200hm
1 x 50 m
4
Keine
Grundsortiment
1 x 50 m Seil, einige Bandschlingen für die Köpferl und evtl. ein paar mittlere Friends (Bandschlingen reichen aber in der Regel aus...).
keine – Schlingen und kleine bis mittlere Friends
Vom Parkplatz auf dem meist flachen Forstweg vorbei an der Taschachalm bis zur Talstation der Materialseilbahn (Bikedepot). Von dort auf dem markierten Weg zum Taschachhaus.
Vom Taschachhaus dem Steig Richtung Taschachferner folgen, dann jedoch zur Hängebrücke absteigen, diese überqueren und nun dem Wanderweg auf der nordseitigen Ufermoräne taleinwärts folgen. Der Südgrat endet bei einer kleinen Kuppe mit der Höhenkote 3019 und bricht dann steil zum Taschachferner ab, der Wanderweg quert diese steile Felspassage. DAVOR kann man recht bequem über die Wiese in die Einsattelung zwischen Südgrat und der 3019-Kuppe aufsteigen. Der Einstieg befindet sich am südlichsten Ausläufer des Südgrates, er wirkt dort recht steil. (2 Std. vom Taschachhaus)
3019 m
Der Abstieg erfolgt via NO-Grat. Der NO-Grat erwies sich als einfacher Schnee- und Felsgrat, am ehesten mit dem Luisengrat am Glockner zu vergleichen. Wir stiegen ihn bis zum tiefsten Punkt ab, wo der Wanderweg auf den Hinteren Brunnenkogel ganz nah an den Grat herankommt. Anschließend über Schneefelder bis zum Wanderweg und diesen dann zurück zum Taschachhaus.
Teils brüchig, Wegfindung nicht immer einfach
01.07.2026
Ausgangspunkt / Anfahrt
Auf der Inntalautobahn bis nach Imst, dort abfahren und in das Pitztal. Im Pitztal bis zum Talschluss und auf dem Parkplatz der Gletscherbahn parken. Öffis: Mit Bahn nach Imst und mit dem Bus weiter nach Plangeross/Mittelberg im Pitztal. Aussteigen bei der Station an der Gletscherbahn.
Mandarfen - 1675 m
Parkplatz der Pitztaler Gletscherbahn - 1710 m



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