Fliegerbandl - Riepenwand
Toureninfo
Topos
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Ein ernster alpiner Klassiker, welcher für erfahrene Alpinkletterer ein Genuss ist. Für Kögelverhältnisse sehr wenig Bruch. Alle notwendigen Haken stecken, Stände kann man mobil aufbessern.
Der Einstieg befindet sich im linken Teil der Wand, unter dem markanten Überhang, an dessen rechter Seite. Seilfrei geht es zum ersten Stand hoch, welcher von unten bereits sichtbar ist.
1.SL: Entweder hier anseilen oder seilfrei zum nächsten Stand, 20m nach rechts über das breite Band queren.
2.SL: Vom Stand gerade hoch, der Verschneidung folgen (1 NH) bis auf ein kleines Band (2 NH), der steilen Verschneidung weiter folgen (3 NH), bis sie deutlich leichter wird und schließlich aufhört. Im leichten Gelände 5m bis zum Stand (2NH).
3Sl: Der Rissverschneidung über dem Stand folgen bis auf ein Band (. Hier gibt es 2 Varianten:
1.: Originalvariante: Einen kleinen Schlenker nach links durch eine weitere Verschneidung machen (leicht, aber nicht abzusichern), welche einen auf das nächste breite Band bringt.
2: Nach rechts queren, mehrere NH sind auf dem Band verteilt. Von 2 NH welche eng beisammenstecken, ein kurzes Stück nach rechts weiter, dann ca. 8 Meter hinauf aufs Fliegerbandel (1NH).
Auf dem Fliegerandl gibt es mehrere Standmöglichkeiten an alten Haken. Die beste Variante ist es, bis an die rechte Kante des breiten Bandes zu gehen und hier Stand an 2NH zu machen (35m).
3.SL: Jetzt kommt der ausgesetzte Quergang, welcher Namensgebend für die Route ist. Mit ausreichend Schlaghaken unterschiedlichster Qualität ist dieser abgesichert. Gute 20 m traversiert man exponiert immer nach rechts auf einer höhe bis das Band wieder breiter wird. 10m in einfachem Gelände bis an den Rand der Ausstiegsschlucht. Hier Stand an NH.
4.SL: Um die Ecke ein kurzes Stück die Schuttrinne (1NH) hoch und dann die linke, brüchige Verschneidung, in welcher ein Klemmbock steckt, hinauf. Hier ist es meistens feucht und nass. Vor dem Klemmblock 2NH, der Klemmblock ist die Crux. Danach wird es zwar einfacher, aber brüchiger. Entweder nach dem Klemmblock weiter gerade hoch, Stand an einem Bohrhaken (am Boden relativ tief) oder nach dem Klemmblock nach rechts raus queren, hochsteigen und wieder nach links ans Ende der Rinne queren zum Stand.
Nun am besten seilfrei immer weiter durch die brüchige Rinne (in der Rinne meist noch Altschnee) hochsteigen, bis man am Nordgrat steht.
Ursprünglicher (alter) Text:
Über eine Rampe seilfrei zu Stand (sichtbar von unten) auf einem Band. Dieses nachts rechts ca 15 Meter folgen zum eigentlichen Start der Tour (Stand aufbesserbar mit 4er Cam). Erste Seillänge folgen bis auf ein Podest mit 2 Normalhaken. Dann folgt die Schlüssellänge mit mehreren Haken. Nach der Schlüssellänge unschwierig auf ein Band. Hier entweder rechts (2 Haken) oder links (ohne Sicherungsmöglichkeit, dafür etwas leichter) auf das Fliegerbandl. Dort angekommen ein Haken (protect your follower), bevor rechts nach 10 Metern der Stand vor dem schönen Hangelquergang kommt. Auf gleicher Höhe bleibend (ein erster Haken steckt auf Fußhöhe) entlang bis ein Stand (3 Haken) kommt, welcher für Fotos gut geeignet ist. Sonst unschwierig weiter bis Stand vor der Ausstiegsrinne.
In der Rinne entweder links in die Verschneidung (meist nass) oder rechts brüchig (1 Haken) bis man im Schutt ankommt. Ab hier aufpassen auf starken Steinschlag!! Danach immer linkshaltend in der Rinne stellen bis III, ca. 250 Meter bis zum Nordgrat. Diesen hoch zum Gipfel.
In der Rinne meist noch Altschnee.
1914 von Netzer, Aichner, Hummel und Schuster
2 x 60 m
8
Satz
0.3 bis 4
Cams 0,3-4, Keile, Hammer und ein kleines Hakensortiment für die Standplätze, 2x60m Halbseil, 9 Express, ggf. Leichtpickel für die Ausstiegsschlucht.
In der Route steckt wenig fixes Material und auch die Standplätze sind an eher fragwürdigen NH. Es ist auf jeden Fall Eigeninitiative gefragt in den SL sowie an den Standplätzen. Der Fels ist nicht immer fest.
Kemater Alm --> Adolf-Pichler Hütte --> Richtung AK-Scharte --> nach rechts abbiegen unter der kleinen Ochsenwand vorbei bis zur Riepenwand
2420 m
Dem Nordgrat immer auf der rechten Seite (Ost) folgen, auf Trittspuren und Steinmännern achten (leichte Kletterstellen, Schutt, am Ende vor dem Kamin evtl. blasse rote Markierung). Einen ca. 10 m hohen Kamin abklettern oder abseilen und zuletzt 60 m und anschließend 25 m in die Scharte abseilen. Nun zurück zum Einstieg über Schuttreißen.
Anspruchsvolle alpine Kletterroute!
17.06.2025
Ausgangspunkt / Anfahrt
a) Von der Gemeinde Kematen in Tirol aus Kematen in Tirol - Weiterfahrt Richtung Axams - beim Kreisverkehr „Kögele“ erste Ausfahrt – Richtung Grinzens – nach ca. 2 km überquert man eine Brücke – danach links hinauf Richtung „Kemater Alm“
b) Von Mutters über die Dörfer Götzens, Birgitz, Axams nach Grinzens Mutters – Richtung Neugötzens – Götzens – Richtung Birgitz – Axams - beim Kreisverkehr „Kögele“ erste Ausfahrt – Richtung Grinzens – nach ca. 2 km überquert man eine Brücke – danach links hinauf Richtung „Kemater Alm“
Die Auffahrt zur Kemater Alm ist mautpflichtig
Kemater Alm - 1670 m
Kemater Alm - 1673 m



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