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Herzogkante - Lalidererspitze

Klettern
Mittel
(1)

Toureninfo

Ausstieg 18. SL
Diff.
Schwierigkeit 5-/5
5-/5 obl.
Absicherung
AbsicherungAlpin
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 850 m  /  900 Hm
10:00 Std.  /  11:00 Std.
Ausrichtung Nord
Ausrichtung Nord
Zustiegszeit
Zustiegszeit 1:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 6:00 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Gebirge:
Berg:
Lalidererspitze  (2588 m)
Charakter:

Lange, kompromisslose Tour, die selbst geübte Kletterer zur Gänze fordert. Hallenskills erleichtern hier nur bedingt die moralischen und technischen Anforderungen. Wer blind an den Griffen zieht, hat sie schnell mal in der Hand. Je weiter man sich dem Gipfel nähert, desto mehr macht es Sinn, den Wollfilzhut durch einen modernen Bergsteigerkopfschutz auszutauschen, da die teils mikrowellengroßen losen Blöcke durchaus unangenehme bis lebensverneinende Folgen verursachen könnten.

Trotz ihres verhältnismäßig niedrigen Schwierigkeitsgrades ist diese Tour nicht zu unterschätzen. Für abenteuerlustige Alpinisten mit einem Hauch von Fatalismus und Kaltblütigkeit jedoch ein wahres Schmankerl. Ästhetische, abwechslungsreiche und stellenweise nervenkitzelnd luftige Kletterei, sowie atemberaubende Tiefblicke machen die Herzogkante zu einem durchaus lohnenden Gesamterlebnis. 


Einen guten Film im ARD über die Herzogkante findet ihr hier: Herzogkante an der Laliderer Nordwand · Himmelsleitern

Erstbegeher / Erstbesteiger:

Otto, Christian und Paula Herzog, 1911

Seillänge: 

2 x 60 m

Expressschlingen: 

10

Klemmkeile: 

Grundsortiment

Friends: 

Grundsortiment

Ausrüstung:

Komplette Alpinkletterausrüstung. Im unteren Teil kann gut mit Friends und Keilen gesichert werden. In den oberen SL dienen mobile Sicherungsmittel aufgrund von mangelnder Felsqualität eher der Moral und hier und da zum Aufbessern von Ständen. ;)

Bemerkung zu den Versicherungen:

Einige der Stände sind mit einem einzelnen Klebehaken saniert worden (umgeschlagen, mittlerweile wieder geradegebogen, alle Haken können gefädelt oder geklippt werden). Die restlichen Stände, bis auf 2-3 (Köpflstand), sind mit Normalhaken eingerichtet. 

Es stecken immer wieder Normalhaken, die meisten davon erwecken einen relativ vertrauenswürdigen Eindruck. Klebehaken sind NUR an Ständen zu finden (so weiß man zumindest immer, dass man da richtig ist :D)

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Die Schwierigkeiten sollten von Vor- & Nachsteiger zwingend beherrscht werden. A0 kann nur das Wenigste geklettert werden und einen Sturz sollte man in diesem Gelände eher vermeiden. 

Eine gesunde Selbsteinschätzung ist hier von Vorteil. 

Zustieg zur Wand:

Von der Falkenhütte zunächst den breiten Fahrweg runter bis zum Sattel. Dann links des Schotterfeldes in den Grasmatten hoch und nach ca. 20 min aber rechtzeitig nach rechts zu den Serpentinen im Schotterfeld queren. Am rechten Rand des Schneefeldes aufsteigen und dieses an geeigneter Stelle nach links zu einem relativ flachen, schotterbedeckten Band queren. Auf dem Band unschwierig über Stufen nach links ca. 70–100 m bis zum Einstieg der Tour (1-2). 

Pickel und Steigeisen/Grödeln können hier von Vorteil sein. Das Schneefeld ist recht steil und in den frühen Morgenstunden festgefroren.


Die Falkenhütte erreicht man von der Eng in ca. 2,5 Stunden über das Hohljoch. 

Höhe Einstieg: 

1950 m

Abstieg:

Vom Ausstieg zuerst zur Biwakschachtel. Von da über den Südhang auf- und absteigend um den Ladizturm herum und westlich von diesem auf deutlichen Steigspuren zur Gratscharte aufsteigen, die den Einstieg in die Spindlerschlucht vermittelt. Achtung! Nicht zu früh östlich in eine ähnliche Schlucht absteigen. Den Beginn der richtigen Schlucht markieren ein großer Steinmann, eine Markierung und ein Abseilring. Der anspruchsvolle Abstieg ist in der Folge grün markiert und führt mit 8 gebohrten Abseilstellen (15 bis 20m), Steigspuren und leichtem, oft brüchigem Klettergelände (bis 2) ins Kar. 

In der Schlucht steckt auch einiges an mehr oder minder vertrauenswürdigem Material. Der richtige Stand will bedacht gewählt werden! Evtl. Hammer und Haken zur Aufbesserung? (Nur aus Erzählungen, wir mussten aufgrund von Schlechtwetter den Abstieg nach Scharnitz nehmen). Infos zum Abstieg durch die Spindlerschlucht findet ihr hier: https://higher-ground.at/?p=2166. Zeit Abstieg Spindlerschlucht: gute 4 Stunden bis zur Falkenhütte.

Alternativ (vor allem bei Schlechtwetter!!!) bietet sich der lange, aber unschwierige Abstieg nach Scharnitz an (5-7h, je nachdem, wie fertig man so is ;))

Stützpunkt:
Falkenhütte   2:30 Std.
Bemerkungen:

Das Topo ist größtenteils aus Erinnerungen und sollte daher mit Vorsicht genossen werden. Trotzdem haben wir unser Bestes gegeben diverse Fehler in den bereits vorhandenen Topos auszubessern. Vor allem in den letzten beiden Seillängen ist unsere Kletterlinie zur Gänze vom Panico Topo abgewichen (drinnen stand 3, bei uns waren es 2). Sind wir an einem Stand vorbeigeklettert? Wer weiß, wir haben zumindest nix gesehn und oben sind wir trotzdem angekommen. 

Die Wegfindung war aufgrund von deutlichen Abkletterspuren und hier und da einem Schlaghakerl nicht allzu schwierig. Der eine oder andere Verhauer ist jedoch vorprogrammiert und die Augen sollte man trotzdem stets offen halten beim Klettern. 


Viel Spaß!

Emily Young, Raimund Schuh

Infostand: 

13.09.2026

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Talort / Höhe:

Eng  - 1225 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Eng Rasthütte  - 1225 m

Bilder (18)

Raimund vor der imposanten Kante! 
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										Foto: Emily Young

Raimund vor der imposanten Kante! , Foto: Emily Young

Das eher kleine und bereits eingebrochene Schneefeld beim Einstieg
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										Foto: Raimund Schuh

Das eher kleine und bereits eingebrochene Schneefeld beim Einstieg , Foto: Raimund Schuh

2. SL: Raimund in der Verschneidung, 
									Genusskletterei!, 
										Foto: Emily Young

2. SL: Raimund in der Verschneidung, Genusskletterei!, Foto: Emily Young

Die erste Seillänge raus auf die Kante, 
									Sonne! , 
										Foto: Raimund Schuh

Die erste Seillänge raus auf die Kante, Sonne! , Foto: Raimund Schuh

Rückblick auf die 5. SL
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										Foto: Emily Young

Rückblick auf die 5. SL , Foto: Emily Young

Irgendwo im unteren Teil der Tour (8. SL??)
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										Foto: Raimund Schuh

Irgendwo im unteren Teil der Tour (8. SL??) , Foto: Raimund Schuh

Ausstieg aus der 10. SL
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										Foto: Emily Young

Ausstieg aus der 10. SL , Foto: Emily Young

Heikles Gelände in den leichteren SL
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										Foto: Raimund Schuh

Heikles Gelände in den leichteren SL , Foto: Raimund Schuh

17. SL: luftig!, 
									Hier empfiehlt sich evtl. die Umgehung rechts. Raimund hatte im Vorstieg recht mit Seilzug zu kämpfen. , 
										Foto: Raimund Schuh

17. SL: luftig!, Hier empfiehlt sich evtl. die Umgehung rechts. Raimund hatte im Vorstieg recht mit Seilzug zu kämpfen. , Foto: Raimund Schuh

18. SL: jetz wirds noch luftiger!, 
									Die Traverse raus nach links in die Nordwand. Ganz schön viel Luft unterm Hintern!, 
										Foto: Raimund Schuh

18. SL: jetz wirds noch luftiger!, Die Traverse raus nach links in die Nordwand. Ganz schön viel Luft unterm Hintern!, Foto: Raimund Schuh

Ausstieg 18. SL, 
									Wohl eine der schönsten SL der Tour, auch wenn mans Raimund hier nicht direkt ansieht ;), 
										Foto: Emily Young

Ausstieg 18. SL, Wohl eine der schönsten SL der Tour, auch wenn mans Raimund hier nicht direkt ansieht ;), Foto: Emily Young

Juhu Gipfel!
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										Foto: Raimund Schuh

Juhu Gipfel! , Foto: Raimund Schuh

Juhu Gipfel!
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										Foto: Emily Young

Juhu Gipfel! , Foto: Emily Young

Pure Freude und Erleichterung am Ausstieg
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										Foto: Raimund Schuh

Pure Freude und Erleichterung am Ausstieg , Foto: Raimund Schuh

Noch ein kurzer Abstecher…
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										Foto: Raimund Schuh

Noch ein kurzer Abstecher… , Foto: Raimund Schuh

Und ab zur Biwakschachtel
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										Foto: Raimund Schuh

Und ab zur Biwakschachtel , Foto: Raimund Schuh

Ziemlich futuristisch das Ding
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										Foto: Raimund Schuh

Ziemlich futuristisch das Ding , Foto: Raimund Schuh

Danke, schön wars!
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										Foto: Raimund Schuh

Danke, schön wars! , Foto: Raimund Schuh

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