Dinaridi - Ošljak Ferrata - Dinara

Klettersteig
Schwer
(1)

Toureninfo

In der ausgesetzten Querung danach
Diff.
Schwierigkeit D
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit
Kletterlänge / Gesamthöhe / Kletterzeit / Gesamtzeit 700 Hm  /  1200 Hm
4:00 Std.  /  7:45 Std.
Absicherung
Absicherung Gut
Ausrichtung West
Ausrichtung West
Zustiegszeit
Zustiegszeit 1:00 Std.
Abstiegzeit
Abstiegzeit 2:45 Std.
Kondition:
Kraft:
Erfahrung:
Landschaft:
Beste Jahreszeit:
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dec

Standort / Karte

Tourenbeschreibung

Regionen:
Gebirge:
Berg:
Dinara  (1831 m)
Charakter:

Ein großartiger und fordernder Klettersteig auf den höchsten Berg Kroatiens, den Dinara. Die Ferrata Dinaridi - Ošljak gilt als längster und schwierigster Klettersteig Kroatiens und überwindet auf einer Länge von 1,8 Kilometern die 730 Meter hohen Westabstürze der Dinara. Der Klettersteig ist in zwei Abschnitte unterteilt, von denen der erste „Neun Türme“ heißt. Er führt vom Einstieg auf einer Länge von rd. 700 m und 350 Hm über neun durchaus anspruchsvolle Gratürme hinauf zu einem Felsvorsprung auf 1260 m mit dem „Bivak Dinaridi“. Die kleine, rote „Dose“ wurde per Hubschrauber geliefert und dient Bergsteigern als Unterschlupf und letzte Umkehrmöglichkeit zum „Bili cvitek“. Der zweite Teil des Klettersteigs heißt „Wind der Dinara“ und zieht auf einer Länge von rund 1100 Metern und 380 Hm hinauf zum Gipfelkamm mit der Schutzhütte „Drago Grubać“ (mit Wasserstelle). Gleich nach dem Biwak wartet die Schlüsselstelle und danach eine nicht enden wollende Querung. Der Steig endet (dann doch;-)) kurz vor der Schutzhütte „Drago Grubać“. Von dort kann man unschwierig in einer Stunde auf den höchsten Gipfel Kroatiens weiterwandern oder gleich absteigen. Mit dieser Ferrata-Tour hat man also beides – einen sehr ansprechenden Klettersteig und man steht auf dem höchsten Punkt Kroatiens!

Genaue Routenbeschreibung:

Siehe Topo! 

Notabstiege: Zum „Bivak Dinaridi“ führt auch ein einfacher, stellenweise auch versicherter Wanderweg, der nach dem 1/4 (ca. 3-4 Turm) auch die Dinaridi-Ferrata kreuzt.

1. Nach 1/4 der Dinaridi-Ferrata, wo eine Tafel nach rechts zum Dinaridi-Biwak weist, kann man entweder nach links (Nordwesten) absteigen oder nach rechts (Südosten) direkt unschwierig zum Dinaridi-Biwak aufsteigen.  

2. Vom „Bivak Dinaridi“ kann man auf diesem Weg nach Südosten absteigen. 

Beide Notabstiege führen wieder am Einstieg der Ferrata vorbei. Details siehe Topo!

Ausrüstung:

Komplette Klettersteigausrüstung und ausreichend Wasser!

Bemerkung zu den Versicherungen:

Gut mit Stahlseil, Trittstiften und einer kurzen Aluleiter-Brücke. An vielen Stellen gibt es aber keine Trittstifte und nur das Stahlseil.

Ergänzung zur Schwierigkeit:

Eine Stelle nach dem Dinaridi-Biwak D, mehrere Stellen im unteren Teil  und eine gleich nach dem Dinaridi-Biwak C/D, sonst vielfach bis C. Die langen Querungen oben sind oft nur A.

Zustieg zur Wand:

Vom Parkplatz in ca. 30 Minuten auf einer Schotterstraße zur „Bili cvitek“-Hütte. Von dort (beschildert) in weiteren 30 Minuten zum Einstieg des Klettersteigs. 

Höhe Einstieg: 

930 m

Abstieg:

Vom Ausstieg in 5 Minuten zur Schutzhütte „Drago Grubać“ - dort gibt es Trinkwasser. Von der Hütte folgt man dem markierten Weg nach Südosten Richtung Glavaš und zweigt nach knapp 45 Minuten bei einer Tafel rechts Richtung „Bili cvitek“-Hütte ab. In weiteren 1,5 Stunden erreicht man die „Bili cvitek“-Hütte und in weiteren knapp 30 Min. den Parkplatz.

Weiterweg zum Gipfel: Von der Hütte kann man auf einem markierten Wanderweg in 1 Stunde und 190 Hm zum Gipfel der Dinara, 1831 m, aufsteigen. Am Gipfel der Dinara,  auch Sinjal genannt, steht ein kleines rotes Biwak. Vom Gipfel geht es über den gleichen Weg zurück zur Schutzhütte „Drago Grubać“. (Insgesamt + 2 Stunden, d. h. Gesamtzeit, Zu- und Abstieg, Klettersteig und Gipfel 9:45 Std.)

Es gibt auch von der Schutzhütte „Drago Grubać“ einen direkten Abstieg durch eine Rinne hinunter zum Samograd-Turm. Er zweigt ca. nach 300 m auf dem Weg Richtung Gipfel nach Westen ab und ist bis zur Geröllhalde über dem Samograd-Turm abwechselnd mit Kletter- und Stahlseilen versichert. Das ist kein Klettersteig, da die Verankerungen der Seile oft bis zu 30 Meter voneinander entfernt sind. Die Seile sind auch durch Steinschlag stellenweise beschädigt oder unter Geröll begraben. Dieser Abstieg ist gefährlich und NICHT ZU EMPFEHLEN! Dauer: 2 Std.

Bemerkungen:

Alle in dieser Tourenbeschreibung genannten Schutzhütten und Biwaks sind NICHT bewirtschaftet. Das Dinaridi Biwak in Wandmitte bietet Platz für vier Personen. Die anderen beiden Hütten sind größer.

Trinkwasser gibt es NUR bei der Schutzhütte „Drago Grubać“!!!!

Gefahren:

1. Im Sommer die Hitze und das Fehlen von Wasserstellen!

2. Wind, insbesondere die Bora, ein oft orkanartiger Fallwind, welcher besonders im Winter mit gewaltigen Böen bis über 200 km/h auftreten kann, den man auf dem gesamten Klettersteig stark spürt!

Infostand: 

09.04.2026

Autor: 

Andreas Jentzsch

Autor (Referenz): 

Ausgangspunkt / Anfahrt

Anreise / Zufahrt:

A1 bis Sibenik und weiter nach Kijevo. Ca. 1,5 km nördlich von Kijevo zweigt rechts eine Straße ab. Dieser folgt man 600 m, dann wieder rechts und auf dieser Asphaltstraße 3,3 km weiter. Dort zweigt links eine Schotterstraße ab, der man 1,8 km zu einem blauen P-Schild folgt. Dort neben der Straße parken.

Die letzten 1,8 km waren 2026 mit einem normalen PKW befahrbar, für den Weiterweg zur „Bili cvitek“-Hütte braucht man ein echtes Geländeauto, kein SUV!

Talort / Höhe:

Kijevo  - 470 m

Ausgangspunkt / Höhe:

Parkplatz „Bili cvitek“-Hütte  - 625 m

Bilder (29)

Übersicht Dinaridi - Ošljak Ferrata - Dinara
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										Foto: Andreas Jentzsch

Übersicht Dinaridi - Ošljak Ferrata - Dinara , Foto: Andreas Jentzsch

Das P in the middle of nowhere
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										Foto: Erhard Mitsche

Das P in the middle of nowhere , Foto: Erhard Mitsche

Bei der „Bili cvitek“-Hütte.
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										Foto: Andreas Jentzsch

Bei der „Bili cvitek“-Hütte. , Foto: Andreas Jentzsch

Am Einstieg des Dinaridi Klettersteigs
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										Foto: Andreas Jentzsch

Am Einstieg des Dinaridi Klettersteigs , Foto: Andreas Jentzsch

Die erste C/D Stelle kurz nach dem Einsteig
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										Foto: Andreas Jentzsch

Die erste C/D Stelle kurz nach dem Einsteig , Foto: Andreas Jentzsch

Nach der kurzen Alu-Brücke
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										Foto: Andreas Jentzsch

Nach der kurzen Alu-Brücke , Foto: Andreas Jentzsch

An einem der neun Türme. Die Ferrata ist im unteren Teil immer wieder steil
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										Foto: Andreas Jentzsch

An einem der neun Türme. Die Ferrata ist im unteren Teil immer wieder steil , Foto: Andreas Jentzsch

Der Doppelturm vor dem Biwak
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										Foto: Andreas Jentzsch

Der Doppelturm vor dem Biwak , Foto: Andreas Jentzsch

Kurz vor dem Biwak
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										Foto: Andreas Jentzsch

Kurz vor dem Biwak , Foto: Andreas Jentzsch

Das Dinaridi Biwak mit Platz für 4 Personen
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										Foto: Andreas Jentzsch

Das Dinaridi Biwak mit Platz für 4 Personen , Foto: Andreas Jentzsch

Unmittelbar dahinter geht es wieder in die Wand
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										Foto: Andreas Jentzsch

Unmittelbar dahinter geht es wieder in die Wand , Foto: Andreas Jentzsch

Kurz vor der Schlüsselstelle (D)
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										Foto: Erhard Mitsche

Kurz vor der Schlüsselstelle (D) , Foto: Erhard Mitsche

In der ausgesetzten Querung danach
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										Foto: Andreas Jentzsch

In der ausgesetzten Querung danach , Foto: Andreas Jentzsch

Es folgt der schöne Plattenrücken
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										Foto: Andreas Jentzsch

Es folgt der schöne Plattenrücken , Foto: Andreas Jentzsch

Auf dem Plattenrücken
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										Foto: Erhard Mitsche

Auf dem Plattenrücken , Foto: Erhard Mitsche

Tiefblick zum Dinaridi Biwak
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										Foto: Andreas Jentzsch

Tiefblick zum Dinaridi Biwak , Foto: Andreas Jentzsch

Jetzt beginnt das endlose queren
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										Foto: Erhard Mitsche

Jetzt beginnt das endlose queren , Foto: Erhard Mitsche

Queren, queren...
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										Foto: Andreas Jentzsch

Queren, queren... , Foto: Andreas Jentzsch

....und queren
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										Foto: Erhard Mitsche

....und queren , Foto: Erhard Mitsche

und noch weiter Queren
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										Foto: Andreas Jentzsch

und noch weiter Queren , Foto: Andreas Jentzsch

Die Aufschwünge zwischen den Querungen sind steil
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										Foto: Andreas Jentzsch

Die Aufschwünge zwischen den Querungen sind steil , Foto: Andreas Jentzsch

Danach quert man weiter
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										Foto: Andreas Jentzsch

Danach quert man weiter , Foto: Andreas Jentzsch

Wieder ein steiler Aufschwung (C)
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										Foto: Andreas Jentzsch

Wieder ein steiler Aufschwung (C) , Foto: Andreas Jentzsch

Auf dem Weg zum Ausstieg
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										Foto: Andreas Jentzsch

Auf dem Weg zum Ausstieg , Foto: Andreas Jentzsch

Endlich am Gipfelgrat
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										Foto: Andreas Jentzsch

Endlich am Gipfelgrat , Foto: Andreas Jentzsch

Drago Grubać“ - dort gibt es Trinkwasser. 
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										Foto: Erhard Mitsche

Drago Grubać“ - dort gibt es Trinkwasser. , Foto: Erhard Mitsche

Blick in die Selbstversorger-Hütte
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										Foto: Erhard Mitsche

Blick in die Selbstversorger-Hütte , Foto: Erhard Mitsche

Weiter geht's zum höchsten Punkt Kroatiens
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										Foto: Erhard Mitsche

Weiter geht's zum höchsten Punkt Kroatiens , Foto: Erhard Mitsche

Auf dem Gipfel der Dinara, 1831 m
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										Foto: Erhard Mitsche

Auf dem Gipfel der Dinara, 1831 m , Foto: Erhard Mitsche

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