In der Route der geheime Schwoob In der Route der geheime Schwoob
04 September 2026

Kickl Tour ausgenagelt - Urteil

Im Falle der Entfernung der Bohrhaken aus einer Hochschwabour, die FPÖ-Obmann Herbert Kickl 2020 miterschlossen wurde, gibt es nun ein Urteil

Der Vorwurf lautet auf Diebstahl, Gefährdung anderer und Sachbeschädigung – das teilte die Staatsanwaltschaft Leoben am Freitag mit. Die Verhandlung soll am 22. Oktober stattfinden.

Fotos vom „Geheimen Schwob“

Die Sache war durch einen Routenkommentar auf bergsteigen.com bei der Route Der geheime Schob ins Rollen gekommen, die eine Beschädigung der Kletterroute „Geheimer Schwob“ auf dem Hochschwab in der Obersteiermark nahelegten. Die Route „Geheimer Schwob“ wurde 2020 von drei Bergsteigern als Erstes begangen und mit Haken versehen – unter den dreien war damals Herbert Kickl. Den Fotos zufolge sollen Unbekannte die Haken absichtlich mit einem Winkelschleifer entfernt haben.

Die Fotos auf einer Website waren mit einer Begründung versehen: „Faschisten aus dem Gebirge jagen“. Es wurde kritisiert, dass Kickl den Hochschwab mit einer Erstbegehung für seine Selbstinszenierung missbrauche. Die FPÖ hatte daraufhin eine Sachverhaltsdarstellung eingebracht, die Alpinpolizei ermittelte.

Ein vorest unbekannter Verdächtiger

Von den Verdächtigen sind zwei bekannt, ein dritter unbekannt. Das Verfahren gegen einen der bekannten Verdächtigen wurde eingestellt, jenes gegen den Unbekannten ausgeschieden bzw. abgebrochen. Die Verhandlung soll am 22. Oktober am Bezirksgericht Bruck stattfinden.

Das Urteil

Da der Student unbescholten und voll geständig war, bot ihm das Gericht eine Diversion an. Damit entging er einer Verurteilung und Vorstrafe. Die Auflagen: 100 Euro Geldleistung und 120 Stunden gemeinnützige Arbeit innerhalb von sechs Monaten. Der Richter war lt. Medien auch ein Bergretter, seine Botschaft: „Die Berge sollen politisch frei bleiben.“

Interessant: Ein ähnliches Argument hatte auch der Angeklagte für seine Tat;-). 


Qualle: ORF, OÖN, Kurier



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